Seit 2008 küren die Landesmusikräte in Deutschland jedes Jahr gemeinsam ein Musikinstrument zum „Instrument des Jahres“. Damit soll ein bestimmtes Musikinstrument in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt werden. Für 2026 wurde das Akkordeon als „Instrument des Jahres“ ausgewählt. Ziel ist es, seine Vielseitigkeit und sein Potenzial – als Unterrichts-, Konzert- und Kulturinstrument – ins allgemeine Bewusstsein zu rücken und das Akkordeon in all seinen Facetten sichtbar zu machen.
Das Bayerische Landeszupforchester unter Leitung von Oliver Kälberer präsentiert in diesem Sinne am 25. Oktober 2026 im Festsaal der Residenz Neumarkt i.d. Oberpfalz mit der Uraufführung des Werkes „Sombras de Buenos Aires“ für Akkordeon solo und Zupforchester von Dieter Kreidler eine außergewöhnliche Besetzungsvariante des diesjährigen „Instrument des Jahres“. Die sich dabei ergebende Wechselwirkung der unterschiedlichen Tonerzeugung zwischen dem Aerophon und den Zupfinstrumenten erzeugt ein spannendes Klanggefüge, das beeindruckt und die Zuhörer in Staunen versetzt.
Als Solist ist Marko Ševarlić zu hören. Dieser ist seit 2022 Professor für Akkordeon am Centro Superior de Música del País Vasco – Musikene in San Sebastián. Darüber hinaus ist er als Dozent mit Lehrauftrag im Fach Akkordeon an der Hochschule für Musik Nürnberg tätig. Als Solist und Kammermusiker – insbesondere als Mitglied des Duos Jeux d’Anches – wurde Marko Ševarlić mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zu seinen wichtigsten Wettbewerbserfolgen zählen u. a. der erste Preis beim renommierten Wettbewerb Arrasate Hiria sowie bei internationalen Wettbewerben wie dem Pula International Accordion Competition, dem PIF in Castelfidardo und dem International Akkordeon Wettbewerb in Klingenthal.
Das Werk entstand als Kompositionsauftrag der International Mandolin Society an Dieter Kreidler im Sinne einer Referenz an das „Instrument des Jahres 2026“.
Desweiteren sind Bach’s Konzert e-moll für 2 Mandolinen, 2 Gitarren und Zupforchester in der Bearbeitung von Oliver Kälberer zu hören, die Villarejo Suite von Pedro Chamorro Martinez, Edvard Griegs “Aus Holberg Zeit” op. 40 und das fulminante Werk “Die wundersame Reise ins Land der tanzenden Bäume” von Robert Zollitsch.